Gedanken, die Ausdruck finden
Spiritueller Blog für Energiearbeit & Selbstverbundenheit
Old School in einer Welt voller Veränderung
Über eine digitale Welt und die Dinge, die bleiben

Wenn ich mir die heutige Welt anschaue, dann sehe ich eine so schnelle Veränderung, dass ich selbst oft gar nicht hinterherkomme und manchmal habe ich das Gefühl, dass ich irgendwo in 2012 festgesteckt bin. Vor allem, wenn ich mich in der digitalen Welt bewege.
Viele in meinem Alter (42) oder älter reden oft darüber, wie sie ihre Jugend verbracht haben, ihre Kindheit und wie schön es alles ohne diese vielen Medien war.
Und dann sehe ich die ganzen jungen Menschen, die so viel Digitalität einfach als selbstverständlich sehen und gar nicht mehr anders können.
Ich habe versucht, mich anzupassen, auch mehr Digitales in mein Leben zu integrieren, und immer mehr merke ich: Ich fühle mich wie meine Oma damals, die einfach gar nicht verstand, wie man ein Handy bediente.
Ich fühle es sehr, denn vieles ist mir viel zu kompliziert und nicht nur das: In mir ist auch ein Widerstand dagegen. Nicht komplett, aber schon so, dass ich einiges einfach nicht integrieren oder nutzen will.
Alles wird online, Kommunikation nur noch per Mail oder Sprachnachricht. Alles geht so schnell, nebenbei und das ganze Leben wird präsentiert in den Medien.
Neue Programme, schneller, effizienter, effektiver, die neueste Apple-Version, das neueste Smartphone … noch eine bessere Kamera, noch ein besserer Laptop. Homepages werden immer schmaler, Videos auf YouTube immer kürzer.
Hauptsache schnell, übersichtlich für ein Gehirn, was im Sekundentakt denkt.
Langsamkeit, Ruhe? Fehlanzeige.
Hauptsache schrill, schnell und viel.
Freundschaft wird zum Konsum und … zum Vergleich. Wer hat mehr, wer ist schöner, besser? Mehr Likes, mehr Klicks und ein Leben vor der Kamera …
STOPP …
Genau das dachte ich in letzter Zeit immer häufiger.
Und dann habe ich mich gefragt, was mir eigentlich wichtig ist.
Und ich habe gemerkt, dass es teilweise sehr alte Werte und auch Dinge sind.
Freundschaften, in denen man gemeinsam Zeit verbringt, manchmal ohne viel reden, einfach gemeinsam sein, ohne etwas zu müssen, ohne Zwang.
Gespräche in der Realität, in einem Raum.
Ganz klassische Homepages, auch wenn ich nach etwas suche. Ich mag diese Reiter oben auf der Seite, die Übersichtlichkeit und die Struktur.
Ich mag klassische E-Mails, selbst geschrieben. Keine KI, keine automatisierten Newsletter.
Ich mag meinen Laptop, der nicht der neueste ist, mein Handy, was kein 5G-Empfang hat.
Meine Welt ohne Siri oder Alexa.
Meine Welt mit meinen alten DVDs und ich mag die alten Heimatfilme.
Ja, ich bin 42 und ich mag Heimatfilme.
Weil sie mich an meine Kindheit erinnern, an meinen Uropa, der mich geliebt hat.
Ich mag Freundlichkeit und Umarmungen, in echt.
Ich mag gedruckte Flyer, ich mag das Papier zum Anfassen.
Ich mag Briefe und Schreiben.
Ich schreibe selbst, weil ich in Worten ausdrücken kann, was ich denke und fühle.
Ich schreibe selbst, weil es mein Gut ist, mit dem ich meine Gedanken in Worte fassen kann.
Ich mag Bilder am PC selbst bearbeiten.
Ich mag selber denken, selber überlegen und kreativ sein.
Ich mag Herzlichkeit und Menschen, die sich begegnen.
Ich mag meine Skinny-Röhrenjeans und bunte Socken.
Ich mag Tee trinken in einem Cafe...
All das wird langsam immer mehr Oldschool.
Es bedeutet vielleicht manchmal, dass ich nicht so flexibel bin und nicht überall mitgehe.
Manchmal hinke ich hinterher, stoße an.
Doch es bedeutet auch Halt.
Denn in all den Veränderungen bedeuten diese „alten“ Dinge auch Bestand.
Etwas, was für mich wichtig ist. Etwas, was bleibt.
Und nicht alles, was heute ausgetauscht wird, war schlecht. Vieles davon war gut, nur passt es nicht mehr in die Zeit.
Früher dachte ich, meine Oma wäre engstirnig.
Heute weiß ich, dass vieles, was sie gelebt hat, heute wieder wichtig für mich ist.
Es kommt immer wieder.
Denn es gibt Dinge, die dauern an. Dinge, die vielleicht aus unserem Alltag verschwinden, die aber dennoch immer wieder Platz finden. Immer wieder neu.
Vielleicht nicht mit 18, vielleicht nicht mit 25, aber mit 42.
Denn hier in meinem Zuhause steht eine Kommode, die habe ich von meiner Uroma. Die ist bestimmt schon 60 Jahre alt. Sie ist jetzt retro … aber sie ist wunderschön.
Oder Autos, die Oldtimer sind. Wunderschön und etwas ganz Besonderes.
Es lohnt sich also, alte Dinge und Werte zu behalten.
Nicht nur, weil sie einem selbst so viel bedeuten, sondern weil es passieren kann, dass irgendwann auch die anderen Menschen wieder ihren Wert erkennen.
Und dann ist es doch schön, wenn es sie noch gibt.
Welche Werte sind dir besonders wichtig und an welchen Dingen hältst du besonders fest, weil sie eine Bedeutung für dich haben?
23.09.2026
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